Vom Waldboden direkt in die Winterhalle: Noch bis kurz vor Ausstellungseröffnung sammeln und bestimmen die Mitglieder des Vereins für Pilzkunde München hunderte Pilzarten und präsentieren sie anschließend auf Moos und Erde. Die beliebte Frischpilzausstellung im Botanischen Garten München-Nymphenburg zeigt wieder eindrücklich die Vielfalt und ökologische Bedeutung der heimischen Pilze.
Eine Gemeinschaftsausstellung des Botanischen Gartens München-Nymphenburg und der Pilzfreunde München e.V.
Welche Pilze sind essbar – und woran erkennt man ihre gefährlichen Doppelgänger? Wie steht es heute um Radioaktivität in Speisepilzen? Warum sind manche Pilze ungenießbar, aber ökologisch unverzichtbar? Antworten auf diese und viele weitere Fragen liefern die erfahrenen Pilzexperten vor Ort – mit viel Leidenschaft und Fachwissen.
Ein Fokus liegt auch auf Pilzen, die als Symbiose-Partner von Bäumen eine entscheidende Rolle in unseren Ökosystemen spielen – und zunehmend durch Stickstoffeinträge aus Landwirtschaft und Verkehr bedroht sind.
Die Ausstellung bietet einen faszinierenden Einblick in die Welt der Pilze – von genießbaren Speisepilzen bis zu hochgiftigen Exemplaren, winzig kleinen bis zu rekordverdächtig großen Fungi. Für Kinder gibt es einen Kreativbereich, in dem sie eigene Pilzkreationen kneten und malen können. Erwachsene können sich an Infotafeln und im direkten Gespräch mit den Mitgliedern des Vereins für Pilzkunde München e.V. weiterbilden. Wer mag, kann außerdem die Pilzberatung direkt vor Ort nutzen und seine eigenen Funde bestimmen lassen. Selbst erfahrene Pilzkenner werden hier noch viel Neues erfahren!
Die Ausstellung in der Winterhalle ist täglich von 9.00 bis 17.30 Uhr geöffnet.
Der Botanische Garten schließt um 18 Uhr.
Eintritt während der Sonderausstellung: Tageskarte regulär 6,50 €, ermäßigt 4,50 €.
Für Jugendliche unter 18 Jahren, Studierende und Schüler gilt der ermäßigte Eintritt von 4,50 €. Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt.
Pressekontakt
Dr. Thibaud Messerschmid, Kurator. E‑Mail: messerschmid@snsb.de
Abbildungen
Links: Körnchen Röhrling (Suillus granulatus). Der Körnchen-Röhrling wächst nur bei Kiefern und ist ein guter Speisepilz.
Rechts: Grüner Knollenblätterpilz (Amanita palloides). Der Grüne Knollenblätterpilz ist ein hochgiftiger, mit Laubbäumen vergesellschafteter Mykorrhizapilz.
Fotos: Magdalena Ordosch, © Verein für Pilzkunde e.V. München